Nach unserem Abschieds-Frozen-Yogurt warfen wir noch einen letzten Abschiedsgruß durch das heruntergekurbelte Fenster und verließen schweren Herzens unser kleines Paradies.
Ein wirkliches Tagesziel hatten wir uns nicht vor Augen, doch wollten wir die Gironde irgendwie überqueren, ohne die 2 Stunden Extrafahrt, die es gekostet hätte, um drum herum zu fahren, in Kauf nehmen zu müssen. Am besten ging das mit der Fähre von Le Verdon nach Royan. Schlappe 31 Euro leichter und wir drei waren berechtigt on board zu gehen. Der Dapfer schifferte uns die 6 km (Luftlinie) lange Fahrtstrecke nur in 20 Minuten. Ohne jegliche Anstrengung, dafür mit jeder Menge Kindergeschrei und Mövenkot.
Die Einfahrt nach Royan wirkte recht unecht mit dem großen Riesenrad, das so wie aus dem nichts emporragte. Lange wollten wir uns hier nicht aufhalten und so fuhren wir recht zügig weiter, bis die Sonne ihre letzten Strahlen eingepackt hatte und in den wohlverdienten Feierabend verschwand. Nun war es an der Zeit ein stilles Plätzchen zu finden. Leichter gesagt als getan. Eine ganze Weile fuhren entlang dunkler Landstraßen, die nur vom Schein des Mondes erhellt wurden, der ab und zu mal lunste, um zu sehen, was in der Welt so vor sich ging. Immer mal wieder durchfuhren wir kleine Städtchen, doch hier gab es kein freies Parken, dafür Halli Galli an jeder Ecke, wovon auch wir uns schließlich anstecken ließen. Abermals stoppten wir, um uns einen nächtlichen Markt anzuschauen. So unbelebt die Seitenstraßen auch waren, umso großer war das Getummel im Zentrum. Es schien, als würde man von einer Welt in die nächste stolpern. Verkaufsstände so weit das Auge reicht, ein Warensortiment so ausgedehnt und beinahe schwachsinnig, wie man es sich nur im entferntesten Sinne vorstellen kann, schön zum anschauen, bummeln und bald wieder zu vergessen.
Als der Hunger sich meldete, suchten wir unsere Granny auf, denn auf überteuertes Touristenschmaus oder fast food hatten wir gar keine Lust. Es gibt doch nichts über Baguette und Käse! :)
Doch unser Problem hatten wir immer noch nicht gelöst - Wo schlafen wir heute? Na, versuchen wir es einfach mal im nächsten Ort, oder irgendwo auf der Strecke. Eine gute Idee, wie sich herausstellte. Denn wie aus dem Hut gezaubert reflektierten plötzlich unzählige weiße Kästen aus der Dunkelheit. Wohnmobile, in Reih und Glied, eines neben dem anderen. Hier waren wir richtig. Eigentlich suchten wir bloß einen geeigneten Fleck zum Drehen und fanden uns plötzlich auf einem Camping Parkplatz mit direktem Zugang zu Meer. Na dann, auch gut! Weil es hier aber schon so finster war, gaben wir uns geschlagen und besichtigten den Strand erst am folgenden Morgen. Danilo, der Fuchs, packte heimlich ein Frühstückspaket in seinen Rucksack und so konnten wir in der Morgensonne und Ausblick auf die Surferfraktion einfach aber einzigartig frühstücken.
Impressionen des Tages: irgendwie ist nur dieses eine Foto entstanden...
Ein wirkliches Tagesziel hatten wir uns nicht vor Augen, doch wollten wir die Gironde irgendwie überqueren, ohne die 2 Stunden Extrafahrt, die es gekostet hätte, um drum herum zu fahren, in Kauf nehmen zu müssen. Am besten ging das mit der Fähre von Le Verdon nach Royan. Schlappe 31 Euro leichter und wir drei waren berechtigt on board zu gehen. Der Dapfer schifferte uns die 6 km (Luftlinie) lange Fahrtstrecke nur in 20 Minuten. Ohne jegliche Anstrengung, dafür mit jeder Menge Kindergeschrei und Mövenkot.
Die Einfahrt nach Royan wirkte recht unecht mit dem großen Riesenrad, das so wie aus dem nichts emporragte. Lange wollten wir uns hier nicht aufhalten und so fuhren wir recht zügig weiter, bis die Sonne ihre letzten Strahlen eingepackt hatte und in den wohlverdienten Feierabend verschwand. Nun war es an der Zeit ein stilles Plätzchen zu finden. Leichter gesagt als getan. Eine ganze Weile fuhren entlang dunkler Landstraßen, die nur vom Schein des Mondes erhellt wurden, der ab und zu mal lunste, um zu sehen, was in der Welt so vor sich ging. Immer mal wieder durchfuhren wir kleine Städtchen, doch hier gab es kein freies Parken, dafür Halli Galli an jeder Ecke, wovon auch wir uns schließlich anstecken ließen. Abermals stoppten wir, um uns einen nächtlichen Markt anzuschauen. So unbelebt die Seitenstraßen auch waren, umso großer war das Getummel im Zentrum. Es schien, als würde man von einer Welt in die nächste stolpern. Verkaufsstände so weit das Auge reicht, ein Warensortiment so ausgedehnt und beinahe schwachsinnig, wie man es sich nur im entferntesten Sinne vorstellen kann, schön zum anschauen, bummeln und bald wieder zu vergessen.
Als der Hunger sich meldete, suchten wir unsere Granny auf, denn auf überteuertes Touristenschmaus oder fast food hatten wir gar keine Lust. Es gibt doch nichts über Baguette und Käse! :)
Doch unser Problem hatten wir immer noch nicht gelöst - Wo schlafen wir heute? Na, versuchen wir es einfach mal im nächsten Ort, oder irgendwo auf der Strecke. Eine gute Idee, wie sich herausstellte. Denn wie aus dem Hut gezaubert reflektierten plötzlich unzählige weiße Kästen aus der Dunkelheit. Wohnmobile, in Reih und Glied, eines neben dem anderen. Hier waren wir richtig. Eigentlich suchten wir bloß einen geeigneten Fleck zum Drehen und fanden uns plötzlich auf einem Camping Parkplatz mit direktem Zugang zu Meer. Na dann, auch gut! Weil es hier aber schon so finster war, gaben wir uns geschlagen und besichtigten den Strand erst am folgenden Morgen. Danilo, der Fuchs, packte heimlich ein Frühstückspaket in seinen Rucksack und so konnten wir in der Morgensonne und Ausblick auf die Surferfraktion einfach aber einzigartig frühstücken.
überraschendes Frühstück am Strand, kurz vor La Tremblade
Den Tag wollten wir nicht ausschließlich im Auto verbringen und so legten wir hier und da ein paar Stopps ein. Zum Beispiel auf der 34 km langen "Mimoseninsel" Ile d'Oléron, die mit durch die Viaduc d’Oléron mit dem Festland verbunden ist. Hier gab es vor allem die Citadelle zu bewundern. Eben auch der Ort, an dem ein wichtiges Mitglied unserer Reisegemeinschaft verloren ging. Unser allseits geliebter und wertgeschätzter, überlebenssichernder Gaskocher. Den pflegten wir bei heißen Temperaturen gerne draußen zu platzieren, auch wenn das vielleicht übertrieben ängstliche Hintergründe hatte. Irgendein Arschgesicht (Entschuldigung!) hatte sich unseres Eigentums bereichert, währenddessen wir die Gemäuer der alten Citadelle begutachteten. Somit gestaltete sich die Zubereitung unseres Mittagessens, das aus Nudeln mit Tomatensoße hätte bestehen sollen, als sehr kompliziert. Jegliche Versuche den kleinen, blauen Mann zu ersetzen, scheiterte. Das Essensangebot auf der Insel war recht mager, außer 2 armen Apfeltaschen, die einsam in der Bäckertheke vor sich hinalterten, gab es hier nicht viel zu holen. Bloß Frischware, die zubereitet werden musste. Also vergassen wir mal unsere Nudeln, und wandelten die Überreste aus Tomaten, Zwiebeln, den Knoblauch und ein Reststück Baguette in in eine Bruschetta um, die es in sich hatte. Als Danilo anschließend auch noch in einen äußerst geruchsintensiven, taufrischen Hundehaufen getreten war, und leider mit den Schuhen auch schon im Fahrerraum stand, als wir es bemerkten, war unser Schicksal besiegelt. Die Insel meinte es nicht gut mit uns. Wir sollten abhauen, bevor sich noch jemand den Fuß brechen würde. Wir schauten uns noch die ein oder andere Stadt an, dinierten in einem feinen aber durchaus bezahlbaren Restaurant und hielten bald , wie jeden Abend, Ausschau nach einem Platz zum Nächtigen. Aber zuvor wollten wir unbedingt noch Duschen. Das wiederum war noch wesentlich schwerer zu erledigen. Wir fuhren mehrere Strände ab, doch nicht an einem einzigen fanden wir eine Outdoor Dusche. Aber dann gab uns ein bekannter Spruch die Lösung für das Problem: "Dreistigkeit siegt!". Es war bereits 21:30 Uhr, als wir klamheimlich auf den Parkplatz eines Campingplatzes fuhren und die Granny abstellten. Rasch packten wir Handtuch und Shampoo in einen Rucksack und liefen wie selbstverständlich auf das Campinggelände, den Blick starr auf den Duschkomplex gerichtet, wachsam wie ein Kampfhund und gefährlich wie ein Zwergmops. Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben so schnell geduscht, wie an diesem Abend, dabei war das warme, weiche Wasser so angenehm. Der Moment, als wir den Wasserhahn zeitgedrungen zudrehten, war wirklich fies. Schnell wuschelten wir uns die Haare ein wenig trocken, zogen uns die alten Klamotten an, um nicht unnötig aufzufallen, und liefen Richtung Tor, das sich um 22:00 Uhr schließen würde. Jetzt war es 22:51 Uhr, als wir 2 Personen erspähten, die am Torhäuschen standen und sich leise unterhielten. Bitte, bitte keine Securities! Je näher wir kamen, desto mehr richteten die beiden Gestalten ihre Aufmerksamkeit auf uns. Im düsteren Licht der Straßenlaterne konnten wir erkennen, dass es ein älteres Ehepaar war. Vielleicht die Besitzer, die gleich den Eingang schließen würden? Wir ließen uns nichts anmerken und liefen ungehindert Hand in Hand und uns unterhaltent, als hätten wir nichts zu verbergen Richtung Ausgang. Kurz bevor wir die Schwelle des Tores übertreten konnten, sprach uns die grau gelockte Dame mit unverzogener Miene an. Uns ging die Muffe, was wollte sie? Auf für uns unverständlichem Kauderwelsch stellte sie uns eine Frage. Wir schauten uns fragend an. "Noues ne parlons pas francais" oder so ähnlich. Die Frau fing an zu lachen und machte eine Geste, die uns klar machte "Ist schon okay, danke trotzdem!". Puuuuh, Glück gehabt. Was auch immer sie wollte, es hatte nichts mit uns zu tun. Nichts wie weg hier.
Einige wenige Kilometer weiter, am Plage de Riez, fanden wir einen geeigneten Stellplatz für die Nacht - kostenfrei. Im Mondschein räumten wir unser Bett frei und kuschelten uns in die Schlafsäcke, um uns aufzuwärmen und taumelten schlaftrunkend ins Land der Träume.Impressionen des Tages: irgendwie ist nur dieses eine Foto entstanden...




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