Samstag, 1. August 2015

Tag 13 - reunion by accident :)

Heute ging es nach längerer Zeit einmal wieder in eine Stadt, Burgos.
Leider waren wir nicht im Bilde, dass 2 verschiedene Wege ans Ziel führten: Ein einigermaßen idyllischer Pfad, der an einem Fluß entlang lief, und einen Weg durch das riesige, hässliche Industrieviertel, dass kein Ende zu nehmen schien. Für welchen der beiden wir uns wohl unwissentlich entschieden haben...? 
Somit hatten wir keinen besonders guten Start in Burgos und die Hoffnung, dass es vielleicht noch schöner werden würde, hatten wir beinahe aufgegeben. Doch dann wurden wir schwerst überrascht! Die Wolkentürme schrumpften, der Gestank verschwand, die Straßen verwandelten sich in schmale Gassen, Teer transformierte sich zu Pflasterstein und die Autos zu Fußgängern. Im Zentrum der Stadt, kurz vor der eindrucksvollen Cathedrale, kam plötzlich Simone, die wir ja nun schon einige Male getroffen hatten, winkend aus einem Café gehüpft. Drinnen saßen außerdem noch Niklas, Josh und Eve, ein Couple aus Kalifornien, Wibi und einige andere. Da hatten wir sie doch tatsächlich wieder eingeholt. Und wenn man sich schon mal wiedertrifft, bleibt man auch gerne mal etwas länger zusammen sitzen und quatscht, zumal das Café wirklich außergewöhnlich gemütlich war. Betrieben von, ich möchte mal meinen, dass es Hippies waren, ihr Speisen und Getränke waren ausgefallen und ziemlich öko. Für jedes Trinkgeld wurde eine kurze Melodie auf einer kleinen Holzflöte gespielt. Das ganze vermischte sich zu einer entspannenden und irgendwie fesselnden Atmosphäre. Aus dem Schnell-was-trinken-und-dann-weiter wurden 3 Erholungsgetränke und ein Mittagessen, bis wir uns gegen Nachmittag alle wieder aufrappeln konnten, um die letzten 10km hinter uns zu bringen. 

Es waren die Art von 10km, die einfach nicht enden wollten. Nach jedem Dorf, das unser Endziel hätte sein können, kam noch eine Zugabe, und noch eine, und noch eine...
Irgendwann war mal genug, und dann, eeendlich liefen wir in die Zielgerade ein. Tardajos hieß unser Ziel. Hier suchten wir ohne große Umwege die einzige Herberge auf. Und jetzt wurden wir für unsere überlange Siesta bestraft, denn die Herberge war ausgebucht. Uns blieb nichts anderes übrig, als weiterzugehen. Die Lust hatte uns schon vollkommen verlassen, als wir in Rabé ankamen. Ein nervöses Gefühl machte sich breit, ob wir hier noch 6 Betten für uns finden würden. 
Diesmal hatten wir mehr Glück und bekamen sogar ein 6er-Zimmer für uns ganz alleine. Besser hätten wir es nicht treffen können! Die nette Hausdame wusch und trocknete all unsere Wäsche, währenddessen sie uns gleichzeitig noch Abendessen zubereitete. Ihr netter Mann schenkte uns zum Einzug allen eine kleine Kette mit einem Anhänger des Patronen des Dorfes. Nach dem Abendessen verzogen wir uns, erzählten und freuten uns auf eine schnarchfreie Nacht. Aber wir sollten uns keine Sorgen machen; stattdessen tobten draußen noch Kinder herum, die gerade ihr Sommerferien feiern, und die Kirche, die nur wenige Meter von unserem einzigen Fenster entfernt stand, bimmelte im 15-Minutentackt.

p.s. In Burgos hat es doch tatsächlich ein Asiate geschafft meine Cam zu reparieren. Ganz plötzlich, ohne dass er irgendetwas verändert hat, funktionierte sie einfach wieder! :) Karma, Baby, Karma

Impressionen des Tages:
                          Burgos

              Stärkung im Hippiecafé



          Na, Danilo...wo gehts lang??

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