Donnerstag, 23. Juli 2015

Tag 5 - Eine Ladung Glück

Heute morgen wachten wir ziemlich ausgeschlafen und erholt auf, gleich viel besser als in einem Mehrbettenzimmer, wie in den Nächte zuvor. Sachen packen und ab runter, um dort fix etwas zu frühstücken und loszumaschieren. Zum Glück war es heute Früh auch noch ziemlich kühl, die erste Hälfte des Weges brachten wir schnell hinter uns, aber nicht ohne Aua hier und Aaaaautsch mhhhhh da. Unsere Beinmuskulatur schafft es mittlerweile gar nicht mehr über Nacht zu entspannen und ebenso wenig unsere Sehnen und Gelenke. Die Wanderschuhe, die ja ohnehin schon 1 Nummer größer gekauft wurden, sind jetzt so eng, dass unsere Quanten nur mit Mühe und Not in ihr Haus passen. Alles ist dick angeschwollen und tut weh, neue Blasen wachsen auf alten Blasen, Laufen sieht aus wie bei einem Storch mit gebrochenen Beinen, aber das gute Gefühl am Ende des Tages macht alles wett!
Trotz der Hitze kamen wir relativ gut voran und schafften es noch vor 14:00 Uhr in Azqueta anzukommen, wo uns ein alter, hargerer und dürrer Opa, der sein Gesicht inklusive Zahnlücken hinter einem krauseligen Ziegenbart versteckte und sich mit aller Kraft an seinen Gehstock klammerte, zusah, wie wir auf einer schattigen Bank mit nettem Ausblick eine kurze Ruhepause vor dem Endspurt einlegten und unsere Füße gegenseitig begutachteten. "Nur noch 2 Kilometer!", motivierte uns der lustige Alte und lachte sich kaputt.
Aber er behielt Recht und so kamen wir so früh wie noch nie an unserer heutigen Endstation an. Das war auch gut so! Denn in dem kleinen Ort namens Villamayor de Monjardin gab es nur 2 Herbergen. Die erste war bereits ausgebucht, die zweite hatte nur noch eine Hand voll Betten frei. Und die waren innerhalb von 10 Minuten vergriffen. Danach wurden noch begrenzte Schlafplätze in den Fluren vergeben. Wir sahen einige arme, verschwitzte Pilger kommen, die kein Glück hatten, und wieder abdampfen mussten. Und dampfen taten die wirklich, kein Wunder bei der Hitze!
Zum Abendessen setzten wir uns mit einigen Franzosen und 2 aus Kalifornien zusammen auf die Terasse und genossen Wein, Käse, Barguette, Kalte Melone und sonstige Leckereien zusammen und unterhielten uns in einer lockeren Runde, währenddessen die Linie auf dem Thermometer ganz langsam herunterkletterte.
Um halb 9 nahmen wir die Einladung des  Hostels zu einer gemeinsamen Meditation wahr. Ich hätte ja nie gedacht, dass wir es schaffen würden dabei wirklich zu entspannen, doch die Atmosphäre, die Musik und alles drum herum machten es so perfekt, dass wir mit geschlossenen Augen, in einem Kreis auf dem Boden eines alten Stall- oder Lagerraumes saßen und in eine andere, spirituelle Welt abtauchten. Eine halbe Stunde verharrten wir so, jeder für sich. Um uns wieder zurück zu holen, gab es zum Abschluss eine Tasse heißen Tee und ein paar anregende Gespräche.
Danilo hatte nach dieser Entspannungsphase natürlich vorallem eines im Kopf: ESSEN. Zu gut, dass das Restaurant nebenan noch geöffnet hatte, er bestellte eine Portion Calamares,
danach fielen wir wie 2 Sandsäcke ins Bett. Die Nacht versprach allerdings nicht sonderlich erholsam zu werden, fing der ältere Mann in dem 8er Zimmer doch kräftigst an die Stempel von den Stockbetten beben zu lassen, ein Wunder, dass er davon nicht selbst aufwachte! Denn hier halfen nicht einmal unsere Ohropax...

Impressionen des Tages:
unser lunch: Vollkornkekse, Weichkäse und Chrizo - irgendwo muss ja gesparrt werden...
          mhhhhhh, wie EKELHAFT! :D
     einfach zu heiß! Pause im Schatten!
             das Ziel ist greifbar Nähe!

     der vorgezogene Mitternachtssnack
...und er hätte sooo gerne etwas davon   abbekommen



Montag, 20. Juli 2015

Tag 4 - die ersten 100 sind geschafft!

Lange bevor die Sonne die ersten Strahlen aussenden würde, fingen die ersten Pilgerer an ihre Taschen zu packen. Durch das ständige Gekruschel waren schnell auch alle anderen wach. Jedoch lockte das Wetter an diesem Morgen auch nicht wirklich zum aufstehen. Dennoch, wir quälten uns aus dem Bett und sattelten langsam die Pferde. Aber davor freuten wir uns auf unser Frühstück, dass wir gestern noch gebucht hatten. Ein "Na-das-war-ja-eigentlich-klar-Grinsen" stand uns ins Gesicht geschrieben, als der Mann hinter der Theke eine Tasse Kaffee für Danilo, einen kleinen Saft für Lisa und 4 eingeschweißte Miniküchlein aus dem Supermarkt auf den Tisch schob. Was hatten wir auch anderes erwartet? "Sorry guys" sagte er mit seinem Blick und ging zurück in die Küche.

Bei den noch recht kühlen Temperaturen ließ sich der erste Aufstieg ziemlich einfach laufen, sodass wir bald Alto de Person, die Spitze des Berges, erreicht hatten. 
Hier oben standen unwarscheinlich viele Windkrafträder, die vor sich hinbrummten. Der folgende Abstieg war alles andere als human. Steil ohne Ende, lose Steine wo man hinschaute und hintrat. Viel anstrengender als nach oben laufen, da man jeden Schritt drei Mal überdenken musste, da man sonst einen grazilen Abgang hingelegt hätte. Zudem das natürlich extrem in die Knie geht. Aber hey, es war machbar! :) 
Wieder heil unten angekommen hatte Danilo riesige Lust auf Bananen, also tat er alles dafür welche zu bekommen. Zuerst gab es nur Äpfel und Orangen, dann vertröstete man ihn mit einer halben Melone, doch beim dritten Versuch bekam er seinen Willen. Wie ärgerlich, dass die Bananen steinhart und echt eklig waren! :D
Halbzeit feierten wir an diesem Tag in Uterga. Hier hatten wir einen schmackhaften Lunch, eine kleine Auszeit zur Normalisierung unseres Pulses und unseren heißersehnten Fußsohlenwechsel.


Eine Weile später hatten wir dann auch schon das Tagesziel erreicht: Puente la Reina. Da uns das nicht reichte, wanderten wir das Stück bis Cirauqui weiter. 
Hier stellte ich mit Entsetzen fest, dass meine überalles geliebte Kamera den Geist aufgegeben hatte. Nach näherer Begutachtung war klar, die Kamera war wohl auf, das Objektiv jedoch hat sich beim herunterkullern von einem unserer Backpacks auf tragische Weise das Genick gebrochen. Es zuckte zwar noch ab und an, aber jetzt kam jede Hilfe zu spät. Darum wird es in Zukunft auch nur noch Handybilder zu sehen geben. :-/ Und zu allem Unnütz muss das Ding, obwohl wir es nicht mal mehr nutzen können, weiter bis nach Santiago mitgeschleppt werden.
Nach einer kleinen Trauerfeier beschlossen wir noch einmal loszulaufen, soweit uns unsere blasigen Füße tragen würden, hoffentlich jedoch bis ins 6,3 km entfernte Lorca. 
Eigentlich ist das ja keine große Strecke mehr und laut Plan sollte es nur bergab gehen. Aber wie schon so oft zuvor festgestellt, können die Franzosen, von denen dieser Plan stammt, wohl keine Karten zeichnen. Wie auf dem Gitter einer Achterbahn ging es auf und ab, währenddessen die Autobahn neben uns fast ganz gerade verlief. Anhand dieser konnten wir auch immer wieder sehen, wie endlos weit es noch sein müsste, denn nirgendwo konnten wir eine Ausfahrt nach Lorca entdecken. Zu allem Überfluss gingen auch noch unsere Wasservorräte zur Neige und die Sonne ballerte was das Zeug hielt, ohne auch nur eine einzige Wolke zwischen sich und  uns kommen zu lassen. Grenzen erreichen - einer unserer Beweggründe, warum wir den Camino laufen - der sollte heute erfüllt werden! Eine Stunde später war immer noch kein verflixtes Dorf in Sicht! So langsam began ich mich ein wenig zu sorgen, denn wir fanden weder eine Wasserstelle, noch ein schattiges Plätzchen, um uns kurz ausruhen zu können. Aber wie ihr seht, haben wir Lorca trotz der schwierigen Umstände gefunden. Ein letzter Anstieg leitete uns direkt in eine schmale Gasse, in der wir ein offenes Garangentor erblickten, in der Getränkeautomaten deponiert waren. Innerhalb von 2 Minuten schütteten wir literweise Wasser und Softgetränke in uns herein, um unsere ausgetrockneten Blutbahnen wieder unter Befluss zu setzen. Das kann msn sich in etwa wie ein verdorrtes Flussbett in Afrika vorstellen, durch dass zum ersten Mal nach der Trockenzeit wieder Wasser fließt und alles drum herum wieder anfängt lebendig zu werden und zu erblühen. Unsere Mienen erblühten ebenfalls und wir hatten ein meterbreites Lachen im Gesicht, einfach nur deswegen, weil wir es zusammen geschafft hatten.
Nun hatten wir nur noch eine Aufgabe für heute, und die lautete "Schlafplatz finden". Das erste Hostel war bis auf die letzte Matratze ausgebucht. Glück hatten wir in der Herberge gegenüber. 
Danilo war sogar so großzügig und buchte uns in einen Double Room ein - ein Zimmer ohne laute, schnarchende Fremde, sogar mit Klimaanlage. Der Besitzer war ein ganz lieber, älterer Mann, der sich schier freute uns etwas Gutes zu tuen. 
Nach dem allabendlichen Ritual und dem Dinner verzogen wir uns in unseren kleinen, eigenen Raum. Da wir uns einige Blasen an den Füßen zugezogeb hatten, funktionierten wir diesen kurzfristig in ein O.P. Zimmer um. Etwas anders als unsere Freunde aus Larrasoaña verzichteten wir auf Nadel und Faden und schwörten auf Nagelknipser und Desinfektionsspray. Füße und ihre Krankheiten sind wirklich schon etwas Widerliches. Mit schmerzverzogenen Gesichtern lagen wir wenig später im Bett, schmissen ein Hörbuch an und entspannten uns. Es dauerte keine 5 Minuten und wir schliefen ein. 

Morgen wartete der nächste Gipfel auf uns.

Übrigens: Heute haben wir die 100km geknackt!!! :)))))

Impressionen des Tages: 
  der kleine senior kreuzte unseren Weg
              ein kleiner Aufstieg...

           na, Danilo, wo gehts lang?

Tag 3 - Regen, Sonne, Sturm und Blitz

04:57. Ein helles Leuchten. Ein Knall. Durch das sperrangelweit geöffnete Fenster zog ein kräftiger, kalter Luftstoß. Wieder leuchtete es. Erst jetzt realisierte ich, dass es gewitterte. Danilo war schon aufgesprungen, um das alte, knarrende Fenster und die gargelichen Läden zu schließen. Das versprach ja ein großartiger Tag zu werden...
Nach ungefähr einer Dreiviertelstunde hatte sich das Unwetter beruhigt und wir konnten noch ein paar Mimuten dösen. Dann klingelte der Wecker. SchlagsKO versuchte ich wachzuwerden. In dieser Zeit hatte Danilo schon einen heißen Kakao, Kaffe und Baguette mit Nutella besorgt. Das machte den Morgen gleich viel besser. Als wir alles gepackt hatten und gerade loslaufen wollten, wagten wir einen Blick nach draußen. Was wir sahen, gefiel uns gar nicht!
Aaaalles klar, es war wohl doch besser noch eine Weile zu warten. Regen, Donner, Hagel, Blitz. Freunde, hier ging was ab! Aber sobald die dunklen Wolken zum größten Teil vorübergezogen waren, wagten wir uns nach draußen, zurück auf den Camino. 

Schon nach kurzer Zeit konnte man kaum noch entscheiden, ob man vom Regen durchnässt oder schweißgebadet war, da es unter der Regenjacke unwarscheinlich heiß wurde!
Wir hatten noch keine ganze Stunde mit Wandern verbracht, da kam schon das erste Café. Die zuckersüßen Kitten, die davor herumtollten, luden nur so dazu ein mal einen Blick in die Ladentheke zu werfen und rucki zucki hatten wir ein deftiges Frühstück vor der Nase. War zwar so nicht geplant, aber die Katzen sind schuld! Das nennt man dann wohl effektives Marketing.
Wir hatten Frühstück, sie hatten es auch
Auf diese Weise hatten wir dann aber auch genug Reserven, um die ersten Berge zu erklimmen. Wie immer ging es schlagartig bergauf, danach bergab, nur damit es anschließend bloß wieder bergauf gehen konnte. 
Es dauerte ewig, bis wir Pamplona erreicht hatten. Viel schwieriger war es aber noch diese riesige Stadt wieder zu verlassen, da sie einfach so unheimlich groß war, wenigstens für uns. Aber auch mindestens genau so schön, zumindest in der Altstadt. Für uns war es ein richtiger Kulturschock, so viele Menschen auf einem Haufen waren wir gar nicht mehr gewohnt. Komischerweise waren wir ganz froh, als wir wieder draußen auf dem Feldweg waren. Nur noch ein Hügel und wir würden das Tagesziel erreicht haben. Flipflop-Zeit. Und Danilo wollte unbedingt das Blasenpflaster von seiner Ferse abziehen. Doofe Idee, wie sich herausstellte. Leider wollte das nämlich nicht so ganz klappen, da sich die neu gebildete Haut über der Wunde mit dem Pflaster vereint hatte und alles zu einem ekligen Knetbrei zusammengeschmolzen war. Kurzab: Aus Danilos Fuß wuchs ein Blasenpflaster. Sowas kommt immer gut, wenn die Übelkeit vor Hunger bereits eingesetzt hat. 
Mit einem kräftigen Ruck, einer kurzen Ampurtation lösten wir das Problem. Eine fotografische Darstellung des Resultats ersparre ich mir und euch an dieser Stelle. Ab in die Badelatschen und ennuffer do! Die obligatorischen letzten 5 km runterreissen! 
Oben angelangt stürmten wir das erste Restaurant, das uns in die Augen fiel, auch wenn uns der Eindruck zunächst gar nicht zusagte. Die Kellnerin wollte uns gleich das 3-gängige Pilgermenü andrehen, als wir aber freundlich nach der Karte fragten, wurde sie stinkig. Da war der Drops für uns schon gelutscht, die hatten keinen Bock auf uns, ebensowenig wie wir nun auch auf sie. Also zogen wir wieder ab. Traurigerweise erlebt man solche Situationen immer häufiger, da die Pilgerrate über die letzten Jahre drastisch angestiegen ist. Wir haben für uns beschlossen nur noch da zu essen oder zu nächtigen, wo man uns wirklich gerne empfängt. Und damit klappt es jetzt recht gut. Seither ist uns sowas nicht mehr passiert.

Na jedenfalls liefen wir wie die Spürhunde durch das kleine Örtchen, um endlich was zum Beißen zu finden. In der hintersten Ecke fanden wir, was wir suchten. Ein Restaurant, in dem wir uns für unglaublich wenig Geld satt und glücklich schlemmen konnten. Der Ausstoß von Glücksgefühlen war vulkanartig und so heftig, dass wir uns, beflügelt, wie wir in dem Moment waren, aufmachten, um noch ein paar Kilometer dran zu hängen. Schwupsdiwups waren wir aus dem Dorf und den Hügel hinab gesprintet und bemerkten dann, wie doof wir waren. Zwar waren die nächsten Häuser schon in der weiten Ferne zu erspähen, was aber plötzlich viel näher kam, waren Gewitterwolken. Nicht im Ernst - das dritte Mal für heute...Was will man tun? Beine in die Hand und los! 
Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich lieber tot umgefallen wäre, als bei 36 Grad eine solche Strecke zu rennen. Als die Wolken sich schon längst über uns ausgebreitet hatten, erreichten wir beinahe das Dorf. Allerdings, wie immer, mussten wir noch einmal locker 500 Meter nach oben, da stand eine Kirche, die darauf wartete uns Unterschlupf zu bieten. Schon mal mit wunden Füßen, Backsteinen auf dem Rücken und ausgetrockneter Kehle einen Schotterweg hochgerannt? Scheiß Idee.
Mehr tot als lebendig kamen wir in Zariquiegui an und ließen uns auf die bedachten Steinbänke an der Kirchenmauer nieder und hatten gut damit zu tun unsere Atemnot zu stillen. Glücklicherweise hatten wir noch eine Flasche Wasser dabei, die uns half unsere Körper herunterzukühlen. Ohne Gesichtsausdruck und mit offenem, japsendem Mund saß ich da, wie ein Häufchen Elend. Plötzlich hatte Danilo einen älteren Mann angesprochen, der gerade mit seiner Tochter unterwegs war, und anbot uns in seinem Auto ein Stück mitzunehmen. Klang doch erstmal sehr gut! Denn im Gewitter umher zu irren, darauf hatten wir wirklich keine Lust, zumal der Weg nur durch flache Felder verlief, bergauf, bergab, ohne einen einzigen Unterstand. 
Doch irgendwas lief jetzt schief. Der nette Mann fuhr uns nur den Berg, den wir gerade eben panisch hochgeschossen waren, herunter, und dachte uns somit einen Gefallen getan zu haben. Wir hatten verstanden, dass er sowieso auf dem Weg nach Cizur Minor, dem Endpunkt des Tages, gewesen wäre und uns dorthin mitnehmen wollte. Klassisches Missverständnis. Dann hätten wir doch lieber an der Kirche warten sollen, bis das Wettertief vorübergezogen wäre...Aber nett, wie er war, fuhr er uns dann trotzdem an unser gerade mal 3 km entferntes Wunschziel. Unterdessen plumsten die ersten fetten Tropfen vom Himmel und als wir am Ortseingang ankamen und aus dem Auto sprangen, goss es wie aus Eimern. Ziellos rannten wir drauf los, um die nächste Herberge und ein trockenes Schlafplätzchen zu finden und scheinbar war das Glück auf unserer Seite - wir fanden direkt ein Hostel. Hier trafen wir tatsächlich schon wieder das deutsche Double, die gerade mit der Abendessenzubereitung beschäftigt waren, als wir pitschpatsch nass wie zwei begossene Pudel in den Eingang hereingefallen kamen. 
Auch trafen wir ein älteres Ehepärchen aus Bayern, die wir auf unserer Reise schon des öfteren getroffen hatten. Bei näherer Unterhaltung erfuhren wir, dass auch diese Beiden seit April unterwegs waren und durch Europa zogen. Ohne in ein Fettnäpfchen treten zu wollen, schätze ich die Beiden mal locker auf Mitte 70. Knallhart unterwegs!
Aber jetzt mussten wir zu allererst unser Abendprogramm ablaufen lassen, bevor wir mit unseren mit Sicherheit nicht angenehmen Körperdüften den anderen das Dinner versauen würden: Duschen, Waschen, runterkommen. Nachdem das erledigt war, gesellten wir uns zurück in den großen Raum, der zugleich Rezeption, Küche, Esszimmer und Aufenthaltsraum war. Auf einmal kam ein Antonio Banderas mit seiner Gitarre auf der Schulter durch die Tür und breitete sich neben dem Kochfeld aus, an dem Danilo gerade versuchte aus Nudeln, Öl, Salz, Balsamico und grünen Oliven ein Abendessen zu zaubern. Noch bevor das Essen fertig war, legte Antonio los und ließ die Saiten seiner Gitarre beben. Dazu gab es traditionellen, spanischen Gesang, allererste Sahne sage ich euch! Ein Lied widmete er dem kochenden Danilo, der ihm als Dank noch während dem Lied versuchte eine Nudel in den Mund zu schieben, ein göttliches Bild! 
Der Abend konnte so gemütlich ausklingen und wir legten uns bald in unserem 10-Bett-Zimmer zur Ruh. Zumindest wollten wir das, doch die Anzahl an alten Männern in dem kleinen Raum war bedenklich, hier segte jeder wie er wollte. Besonders witzig war der eine im letzten Stockbett ganz hinten an der Wand, der beim Einatmen Stimmen machte wie ein altes Propellerflugzeug, dem das Benzin ausgegangen war. Zum Abschluss jedes Atemzugs presste er die eingeatmete Luft mit 12000 bar aus seiner Lunge, begleitet von einem ÖÖÖÖÖÖÄÄÄAAAHHHRRRR!!!! 
Naja, jedes Mal, wenn das Propellerflugzeug wieder starten wollte, konnten wir wenigstens sicher sein, dass der Mann noch lebte.

Wir stopften uns Ohropax in die Lauscher und gaben alles um einzuschlafen.

Impressionen des Tages:
           Danilo in love mit den Kitten
            der Regen lässt uns kalt!
       Mittagspause in Trinidad de Arre
              Danilo in Pamplona
  eeeendlich! Der Ausweg aus Pamplona
unser Antonio Banderas - zugegeben: optisch eher ein Rob Schneider oder so

Samstag, 18. Juli 2015

Tag 2 - Der Schein trügt immer

Pünktlich um 06:00 Uhr heute Morgen wurden alle Lampen im gesamten Kloster eingeschaltet. Etwas unsanft wurden wir von dem grellen Licht aus dem eher durchwachsenen Schlaf gerissen. Mit 50 Mann unter einem Dach Ruhe finden ist schon abenteuerlich! Da hört und riecht man so einiges, was besser im Verborgenen geblieben wäre. Generell sind solche Körperfunktionen wie Riechen und Schmecken meist komplett unbrauchbar, ja fast schon lästig. Was gibt es hier schon angenehmes zu riechen? Und die Pilgermenues und das chlorhaltige Trinkwasser...Die stinkigen Socken vom Bettnachbar oder gar die sonstigen Gerüche, die sich aus den Rucksäcken der Pilger einen Weg in die Freiheit suchen? Nein, danke. Dass die Schuhe aller Wanderer in einem extra Raum gelagert und getrocknet werden, hat schon seine Gründe. 
Anyway, nach einem kurzen, knappen Automatenfrühstück pilgerten auch wir langsam los, nachdem alle anderen schon hektisch wuselnd aus dem Kloster gerannt waren. Wir hatten die Ruhe weg. 
Die Route für heute sah im Gegensatz zur ersten Tour ziemlich harmlos aus. Nach nur einer halben Stunde erreichten wir bereits das erste Dorf. Hätten wir das mal gestern gewusst...Hier gab es einen goldigen, kleinen Supermarkt mit durchaus humanen Preisen und einem überaus gutgelaunten Verkäufer, der zu der lautschallenden klassischen Musik sein Gesangstalent zum besten gab, währenddessen er mit seiner Fliegenklatsche durch die schmalen Regalgänge tanzte und lästige Fliegviecher vertrieb. Cooler Typ! Gewappnet mit 2 Bananen, einem Apfel, einer Salami, Gemüsebrühe und einer Tüte Nüsse verließen wir, angesteckt von seiner guten Laune, den Laden und trotteten weiter. Nach einiger Zeit gelangten wir zum nächsten Dörfchen, in dem wir ein süßes, kleines Café fanden, in dem wir den leckersten Apfel-Nuss-Kuchen verzerrten, den wir je gegessen hatten. 
Im Übrigen ist hier immer alles klein und süß
Wohlgenährt ging es weiter, die erste Bergetappe wartete schon. 
Ein bisschen durch den Wald und ein Stückchen durch die pralle Sonne, vorbei an Wiesen und Feldern, auch wieder mit Kühen und Pferden geschmückt, über Brücken und entlang kleiner Bäche pilgerten wir Kilometer für Kilometer. Unterwegs trafen wir auch diese 2 Deutschen wieder, die schon seit April unterwegs sind und bereits durch halb Deutschland, Frankreich gelaufen sind und nun auch den Camino bewandern wollen. 
       Ganz schön tough, die Beiden! :)

So einfach wie der track heute aussah, war er dann doch nicht und wie aus dem Nichts erschienen plötzlich sprungschanzenartige Aufstiege, die absolut kein Ende nehmen wollten. Wie schon am Tag zuvor freuten wir uns, wenn wir die Spitze des Berges erreicht hatten, um dann festzustellen, dass sich dahinter der nächste Sausackberg versteckt hielt. Da fängt man doch kurz an zu überlegen nicht doch mal am Stängel eines Fingerhuts zu kauen, der hier ohnehin an jeder Ecke wächst, denn der Hunger war nach den Strapazen auch schon wieder groß. Gut, dass wir Stunden später eeendlich Zubiri erreichten. Über eine kleine Brücke, die uns über einen kleinen Fluss führte, gelangten wir in das kleine Dorf. Schon wieder alles klein, klein, klein. Mit letzter Kraft schleiften wir uns in das uns empfohlene, klimatisiert Restaurant an der Hauptstraße und erlebten den Himmel auf Erden. Der nette Besitzer versorgte uns sofort mit Wasser und kalter Cola. Nach diesem Wiederbelebungsversuch ließen wir uns Fresh Fish, Paella, Roast Chicken mit Pommes und Salat schmecken und purzelten wenig später kugelrund und satt gegessen aus der Tür.

Auf dem Plan standen nur noch 5 mikrige Kilometer auf dem Plan. Ein Stündchen durchwandern, dann sollten wir es für heute geschafft haben. In dem Irrglaube wechselten wir unser Schuhwerk von Wanderschuhen in Flipflops, um unseren dicken, wunden Füßen ein wenig Frischluft zu schenken. Danilo hatte sich jetzt schon eine Blase des Todes gelaufen. Leider zog sich die Strecke so weit auseinander, dass wir locker 2 Stunden unterwegs waren. Jedes Mal, wenn ein Dorf in Sichtnähe kam, wurden wir stets enttäuscht, dies war nicht das Ende. 
Vollkommen ausgelaugt schaften wir es doch noch und standen plötzlich in Larrasoaña. Wie gewohnt gührte uns eine kleine Brücke in den Ort, wo wir sofort nach einer Schlafmöglichkeit suchten. Die erste Pension bot uns ein Doppelzimmer für knackige 55 Euro an, wir lachten nur und lehnten dankend ab. Das nächste Hostel war schon wesentlich preiswerter, aber leider ausgebucht. Letzter Versuch nun! Und diesmal hatten wir Glück! 8 Euro für ein 4-er Dorm, das wir aber für uns hatten. 
Für den Abend brauchten wir noch etwas zum Essen, also pilgerten wir zum nahegelegenen Supermarkt. Wenn man das überhaupt so nennen konnte. In einem Hinterhof betraten wir einen recht kleinen Raum, in dem man alles finden konnte, was man so zum Leben brauchte. Der Schallplattenspieler, der mittendrin stand, spielte Musik von The Doors. Als wir unsere Einkäufe auf den Tresen gelegt hatten, kam ein alter Italiener, mit noch vollen, langen Locken und begrüßte uns mit einem guten Schluck Rotwein aus einem Plastikbecher. Nach dem ersten Schluck fühlte ich sofort viel besser, das musste ein Wundermittel sein! Nach ein bisschen smalltalk mischte er uns aus Salz, Pfeffer, getrockneten Tomaten und Öl eine leckere Spezialsoße zu unseren Nudeln. Natürlich auch im Plastikbecher. Der Kerl war der Kracher! Draußen vor dem Laden waren ein paar Pavillons aufgebaucht, hier saß wohl seine Stammkundschaft. 2 Italiener, die gerade ihren Wein genossen, ein junger ruhiger Kerl und eine Frau mit blonden Locken, die von ihrem Hund erzählte, den sie so sehr vermisste. Hier war die Welt noch in Ordnung! :D 
Als Danilo fragte, ob es hier Blasenpflaster für seinen wirklich eklig gewordenen Fuß habe, holte er eine Flasche Jod und betankte die Wunde und den halben Fuß damit und erzählte ihm, er solle ein Mann sein, während er stolz seine riesige Narbe auf seiner Brust presentierte. Hier das Resultat: sieht doch eigentlich halb so wild aus
Wir tranken noch gemütlich aus und bewegten uns zurück ins Hostel, dass sich allmählig gefüllt hatte. Wer kam da, noch immer lachend und mit guter Laune, gerade am Hostel an? Die Liebe Melanie! Sie hatte es wieder einmal geschafft, trotz des schweren Gepäcks und der ewig langen Lauferei IN CROCS! Auch die beiden Deutschen und einige andere bekannte Gesichter hatten sich inzwischen hier eingefunden.
Wir nahmen eine Dusche und aßen draußen, im Regen, mit den Anderen zu abend, natürlich Nudeln mit Spezialsoße! 
     der skeptische Blick ist vollkommen 
   unbegründet, das Essen war super :)
Gegen 10 Uhr waren wir so durch, dass wir uns verabschiedeten und unser Zimmer aufsuchten. Listige und seltsame Geräusche trieben uns dazu noch einmal ins Nachbarzimmer zu schauen. Dort wohnten 4 junge Kerle. 2 von ihnen waren im Zimmer. Einer hielt ein Feuerzeug, Nadel und Faden in den Händen, der andere machte sich an seines Freundes Füßen zu schaffen, aus denen mehrere Garnfäden hingen. Was zur Hölle war denn hier los? Melanie hatte das ganze Spektakel schon eine Weile beobachtet und erklärte uns, dass die Jungs auf diese Weise ihre Blasen behandeln. Über den Faden, der mit einer Nadel einmal durch die prall gefüllte Blase durchgefädelt wird, soll die Flüssigkeit nach außen getragen werden, ohne dass Dreck oder Staub durch die Öffnung eindringen kann. Soviel zur Theorie. Hier ein Foto, wirklich so passiert:

Morgen gehts weiter nach Pamplona. Mal gespannt, was uns dort erwartet. Das Wetter soll schlechter werden...

Tag 1 - Die Spreu trennt sich vom Weizen

Mein lieber Herr Gesangsverein, was ein Tag! Nachdem wir also kein Frühstück hatten, besorgten wir uns ein Pilger-Lunchpaket für schlappe 7 Euro. Darin enthalten war ein gammeliges Sandwich, ein gekochtes Ei, ein Dessert aus der Trinktüte und eine kleine Flasche Wasser. Wir zwängten uns etwas davon rein und liefen los. Um die Uhrzeit ging es rund in dem kleinen Städtchen, denn jetzt starteten alle Pilger, um möglichst vor der Mittagshitze am Tagesziel anzukommen. Wir für unseren Teil schauten uns die Strecke gar nicht groß an, sondern maschierten einfach drauf los. Vielleicht war das auch gerade gut so. Denn schon nach kurzer Zeit begann der Weg anzuziehen ohne Ende. Mit gefühlter 45-Grad-Steigung schafften wir es klatschnass geschwitzt bis zum ersten Zwischenstopp nach Honto. Hier konnte ich auch endlich mal Urin lassen, denn bei der alten Hexe hatte ich dazu leider keine Zeit mehr gefunden, wobei die Toilette dort ohnehin verstopft war. Außerdem genehmigten wir uns hier ein erträgliches kleines Frühstück. 

Plötzlich rief irgendjemand unsere Namen. Melanie, die wir gestern getroffen hatten. Sie war gerade in Aufbruchstimmung. Wir würden uns später sowieso wiedertreffen, das ist hier ganz normal. Eine kleine Verschnaufpause und Baguettescheiben später sattelten auch wir wieder die Pferde und zogen weiter. Der Weg wurde allerdings immer heftiger! 
Melanie, die wir nach einer halben Stunde tatsächlich wiedertrafen, kämpfte sich, immer noch in ihren Crocs, Stück für Stück nach oben, wir trennten uns allerdings nach ein paar Kilometern wieder. Der Weg ansich war sehr schön, total grün, viele Felsen, dazwischen grasende Kühe und Pferde. 


       und plötzlich muss man sich das 
                      Wasser teilen

        Die Hütte, falls alles schief geht
       mit Notfalltelefon und Feuerstelle
Am ersten Höhepunkt hatte Danilo eine unangenehme Begegnung mit einer sehr würenden Schlange - nichts passiert.
Jedes Mal, wenn wir dachten den höchsten Punkt endlich erreicht zu haben, ragte eine neue Bergspitze empor. Ein kurzer Pfad bergab und schon folgte ein endloser Aufstieg. Das geschah unzählige Male, währenddessen auch die Sonne langsam Richtung Zenit wanderte. Gott sei Dank bließ uns der Wind ein wenig um die Ohren, entwickelte sich jedoch nach und nach zu Orkanböhen und wir mussten aufpassen, dass wir nicht vom Weg gepustet werden. Irgendwo auf der Hälfte des Weges stand ein alter Bauer mit seinem Wagen und verkaufte einige Snacks, wofür wir sehr dankbar waren. Ein ordentliches Stück Ziegenkäse, Brot und ein kaltes Getränk brachte uns den Lebensgeist zurück. Der Bauer steht hier jeden Tag bis 14:00 Uhr und rettet die Pilger in Not. 
Ansonsten gab es gelegentlich immer wieder Wasserstellen, an denen man sich erfrischen und abkühlen konnte. Über den Tag verteilt trafen wir viele neue nette und interessante Menschen aus aller Welt: Kalifornien, Australien und natürlich aus unseren Nachbarländern. Darunter ein 73-jähriger Franzose, der den Camino gerade mit seinen 3 Kindern und seiner Frau läuft, eigentlich aber in Westaustralien lebt. Dem machten heiße Temperaturen nun wirklich nichts aus. Was ein verrückter Kerl! Ich kann mir nicht vorstellen, mich in dem Alter mit meinen alten schäbigen Knochen einen solchen Aufmarsch hochzuschleppen!
Nach 7 Stunden Bergsteigen hatten wir endlich den Gipfel der Route mit über 1.400 Höhenmetern erreicht. 
Ab dort ging es mit eben der selben Steigung bergab. Stundenlang. Freunde, da merkt man, dass man Kniescheiben hat! Heilfroh, endorphingetankt und fix und foxi erreichten wir das Kloster in Roncesvalles. Nach dem Marsch zeigt sich, wer hier will und wer nicht.

Um ein paar Euros zu sparen, beschlossen wir unser neues Zelt einem bequemen Stockbett im 50-Mann-Bett-Zimmer für 12 Euro pro Nase vorzuziehen. 
Sobald das Zelt stand, wir unsere Wäsche und uns selbst gewaschen hatten, waren wir äußerst ausgehungert und suchten das nahegelegene Restaurant auf, das natürlich geschlossen hatte. Wir fanden heraus, dass man sich am Eingang des Klosters ein Ticket für ein Pilgermenü kaufen musste. Da wir 2 Spezies nun aber relativ spät dran waren, hatten wir 2 Stunden Wartezeit, denn hier gab es einen timetable wann wer wo und wie essenfassen durfte. Im Kloster selbst gab es, nicht wie erhofft, eine warme Brühe und Wasser für alle, sondern eine Automatenwand mit Fertigfras. Bis wir mit dem Essen dran waren, mussten wir uns also so versorgen, wir kauften uns einen Kaffee und einen Kakao, um irgendwie die Zeit bis 20:30 Uhr zu überbrücken. Draußen zog es immer mehr zu, bald war es so nebelig, dass man die Hand vor den Augen nicht mehr sehen konnte. Zum Glück konnten wir uns im Kloster zurückziehen, bis wir endlich unsere randalierenden Mägen füllen konnten. Schon erwartete uns die nächste Überraschung. Das Essen war wirklich alles andere als nahrhaft. Zur Vorspeise gab es Suppe oder Pasta. Da die Bedienung die Suppe schon in der Hand hielt, als sie uns nach unserer Wahl fragte, nahmen wir eben auch diese. Ein Fehlschuss. Die Suppe war kalt, das Beilagebrot so hart, dass man locker jemanden damit hätte erschlagen können, was in unserem Fall wirklich verlockend gewesen wäre, zum Hauptgang entschieden wir uns für Fußsohlen-Steak von der Pute und dazu Pommes aus im Fett geträufeltem Karton. Die Nachspeise riss das ganze heraus - ein Yoghurt naturales aus dem Supermarkt für 79 Cent. Als Entschädigung erlaubte Danilo sich zumindest die beiden "Silberlöffel" mitgehen zu lassen.

Glücklich und zufrieden kehrten wir zum Zelt zurück und benerkten, dass es draußen so nass und kalt geworden war, dass wir die Idee draußen zu schlafen über den Haufen warfen und um viertelvor 10, sprich 15 Minuten bevor hier die Lichter ausgingen, bettelten, um doch noch ein Bett zu erwerben. Wir hatten Glück und so liegen wir jetzt in einem wenigstens warmen Zimmer mit 50 anderen Hanseln und können etwas Kraft für morgen tanken.

Im Allgemeinen sind wir bisher leider ziemlich enttäuscht. Der Weg, die Natur, all die internationalen Bekanntschaften waren jeden Schweißtropfen wert. Aber die ausschlaggebenden Beweggründe, die uns zum Pilgern gebracht haben, wurden bislang gnadenlos ausgenutzt. Statt Gastfreundschaft, Kultur, spirituelle und menschliche Werte ging es bislang nur um Profitherausschlagerei. Kurz gesagt: Wir wurden nur abgezockt. Aber wir haben die feste Hoffnung, dass das alles nur an unserem Schlechten Karma liegt, dass wir hier ja reseten wollen :) und dass es ab morgen schon besser wird und wir doch noch das erleben dürfen, was wir uns von der Reise auf dem Jakobsweg versprochen haben. 
So, gute Nacht jetzt!